Engstände der unteren Schneidezähne

Für die Entwicklung eines Engstandes der unteren Schneidezähne gibt es mehrere Faktoren:

01 Die parodontale Situation: Bei fortgeschrittener Zahnfleischentzündung geht der Knochen zurück, die Wurzeln sind nicht mehr fest verankert und die Zähne drehen sich.

02 Die Zahngrößen der unteren Schneidezähne: Bei sehr breiten oder „dreieckigen“ Schneidezähnen beobachtet man häufiger Fehlstellungen.

03 Veränderte Bedingungen durch Knirschen, neue Füllungen oder prothetische Versorgungen: Dadurch kann es zu anderen Bissverhältnissen kommen, die sich auch auf die Schneidezähne auswirken.

04 Wachstum: Der Unterkiefer wächst länger als der Oberkiefer, dann bewegt sich das vordere Segment aus Platzmangel zur Zunge, der Zahnbogen wird enger, die Schneidezähne haben weniger Platz und stehen verschachtelt.

05 Weisheitszähne: Sie spielen auch eine Rolle bei der Entwicklung von Engständen. Ist im hinteren Kieferbereich sehr wenig Platz für den Durchbruch der Zähne oder bleiben sie sogar verlagert im Knochen liegen, kann sich durch geänderte Druckverhältnisse die Schneidezahnstellung verschlechtern.


Diese Engstände lassen sich mit kieferorthopädischen Mitteln beseitigen. Welche dabei zum Einsatz kommen sollen oder müssen, ist von Fall zu Fall verschieden. Sollten sich einmal Fehlstellungen entwickelt haben und diese korrigiert werden, ist eine lebenslange Stabilisierung mittels Schienen oder Retainer (geklebter Stabilisierungsdraht hinter den Schneidezähnen) notwendig. Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, berät Sie Ihr Zahnarzt oder Kieferorthopäde gern.

 

Beispiel für eine Korrektur mit Keramikbrackets 1.) und für ein strahlendes Lächeln 2.)